KRISTINA C. STAUBER

Autorin von "Das Leuchten der Sterne in uns"






Literaturchaos über Kristina C. Stauber:

Ich würde Kristina, die in ihrem nicht schriftstellerischen Alltag Karin heißt, als eine sowohl herzliche als auch zielstrebige Person bezeichnen. Immer Zeit für ein nettes Wort und für jeden Spaß zu haben, so hat sich mit der Zeit ein reger Schriftverkehr zwischen uns entwickelt.
Nicht ich habe diese vielversprechende Autorin entdeckt, sondern sie mich. Und das ist klasse, denn sonst wäre mir vielleicht dieses wirklich wunderbare Buch "Das Leuchten der Sterne in uns" entgangen. 
Karin schrieb mich eines Tages an, ob ich nicht Lust hätte, ihren historischen Roman zu lesen und anschließend eine Rezension zu verfassen. Ich liebe historische Romane, nur leider sind die meisten sich sehr ähnlich. Bei "Das Leuchten der Sterne in uns" schien laut Klappentext eine Frau die Hosen an zu haben und ihren eigenen Weg zu gehen. Allein zu gehen, wohlgemerkt! Das machte mich neugierig, trotzdem ging ich nicht mit riesengroßen Erwartungen an das Buch heran - und sollte in diesem Punkt angenehm überrascht werden, denn es ist einfach großartig!

Zielstrebig schätze ich Karin deshalb ein, da sie einfach weiss, was sie will und nicht lockerlässt, bis sie es auch erreicht hat. Denn mal ehrlich, wer von uns "normalen" Lesern ist nicht schon einmal auf die Idee gekommen, selber ein Buch zu schreiben und hat es vielleicht auch angefangen, um dann festzustellen, dass das ja gar nicht so leicht ist?
Karin hat sich vorgenommen ein Buch zu schreiben - und hat eins geschrieben. Als dann Verlage Interesse am Manuskript zeigten, ist sie einen noch sehr mutigen Schritt weiter gegangen und hat ihren eigenen Verlag gegründet. Mit Erfolg, denn mittlerweile befindet sich das Buch in der dritten Auflage!
Den Vertrieb der Romane und die Organisation ihrer Lesungen managt sie komplett selber, sogar die englischen Scones, die sie auf ihren Lesungen reicht, backt sie selber. Und das alles, obwohl sie noch einen festen Job hat! Wenn das nicht zielstrebig ist, was dann?

Erfreulicherweise arbeitet Karin gerade an ihrem zweiten Roman, in dem die Hauptfigur eine alte Bekannte aus "Das Leuchten der Sterne in uns ist". Ich freue mich schon sehr darauf!

Liebe Karin, vielen lieben Dank, dass Du Dich dazu bereit erklärt hast, die Wortgewandt-Rubrik zu eröffnen! Vielen Dank für die von Dir zur Verfügung gestellten Fotos und die Textbeiträge!
Bleib so wie Du bist (und beeil' Dich mit dem nächsten Buch)!




Die Autorin über sich selbst:

Wie aus einem Neujahrsvorsatz ein ganzer Roman wurde:


Vielleicht klingt es ein wenig nach einer gut ausgedachten Story, aber ich habe mit dem "richtigen" Schreiben tatsächlich lediglich aufgrund eines nicht ganz ernst gemeinten Vorsatzes für das Jahr 2012 begonnen.

"Ich schreibe einen Groschenroman"....

Diese Idee stand ganz am Anfang, da ich mir einbildete, dass das ja nicht so schwierig sein könnte und vor allem witzig.

Natürlich habe ich schon immer gerne gelesen und auch ein wenig selber geschrieben. Aber ein ausdrücklicher Lebenstraum war die Schriftstellerei nie.

Die Eckdaten zu meiner Person sind somit auch ganz durchschnittlich: 1983 in Norddeutschland geboren und aufgewachsen, duales Studium (BWL, Schwerpunkt Logistik) im süddeutschen Raum, seit Ende des Studiums im Rhein-Main-Gebiet bei einem großen deutschen Industrieunternehmen tätig....

Aber diese fixe Idee des Groschenromans hatte es dann, wie sich herausstellte, in sich:

Ich legte einfach drauf los, schrieb sozusagen ins Blaue. Und stellte fest, dass der vielbelächelte "Heftroman" ein Genre mit ganz eigenen Regeln und gar nicht so leicht zu bedienen ist, da man sich in einem ziemlich festen Rahmen bewegt. Und mein Plot war mittlerweile viel zu komplex hierfür geworden. Ich modifizierte also kurzerhand den Vorsatz. Ich strich das "Groschen-" vor dem "Roman" und machte daraus ein "historischer Liebes-", weil mir das Schreiben mittlerweile viel zu viel Freude bereitete, um das Projekt zur Seite zu legen. So ist "Das Leuchten der Sterne in uns" entstanden, 572 Seiten stark, eine Boy-meets-Girl-Geschichte beginnend im Jahr 1874.

Maßgeblich angefeuert hat mich der stete "Wie geht es weiter, hast Du schon wieder was neues?"- Ruf von zwei guten Freundinnen, die zu meinen treuen Testleserinnen geworden waren. Und die Tatsache, dass ich die Geschichte ziemlich bildlich vor Augen hatte.

Und je mehr Freunden ich das Manuskript nach und nach zu lesen gab, umso mehr positives Feedback gab es.

Als ich dann die letzten Zeilen des Romans geschrieben hatte, wusste ich also, dass es das echt nicht gewesen sein konnte. Irgendwie wollte ich dann doch wissen, ob und wie es mit meinem "Baby" weitergehen könnte, in das ich so viel Herzblut investiert hatte. Und das ja zu gefallen schien....

Nach jeder Menge Lektoratsarbeit und dem Umweg über die Veröffentlichung im e-book-Format, entschloss ich mich schließlich zum nächsten Schritt: Ich gründete meinen eigenen kleinen Verlag, um den Roman als Taschenbuch herauszubringen. Ganz einfach deshalb, weil ein "echtes" Buch doch viel schöner ist.... Im April 2014 ging die erste Auflage in den Verkauf.

Ein gutes Jahr später kann ich eine tolle Zwischenbilanz ziehen:

Der Sprung ins kalte Wasser hat sich mehr als gelohnt, ich bin mittlerweile bei der dritten Auflage angekommen, ich treffe auf Lesungen und "rund ums Buch"immer wieder auf tolle, interessante, kreative Leute. Ich bekomme wahnsinnig tolle Rückmeldungen zum Roman, auch von wildfremden Menschen. Ich lerne jede Menge neuer Dinge.

Wer hätte gedacht, was aus so einem Spaß-Vorsatz werden kann und dass man so viel zurückbekommt dafür, dass man einfach nur "das Buch zum Film" (der Film aus dem eigenen Kopfkino) geschrieben hat.....

Und es geht weiter: Der zweite Roman ist in Arbeit....




10 Wörter...

Freundin:

Davon sollte man mindestens eine sehr, sehr gute haben. Eine, mit der man auf den Tischen tanzen kann, gemeinsam lachen und heulen kann, die einen einnordet oder anfeuert, je nachdem, was gerade nötig ist, und die da ist, wenn du rufst.

 

Wunder:

Gibt es meiner Meinung nach nicht. Zufall, Glück, vielleicht eine Prise Vorsehung und das Zusammentreffen von verschiedenen Umständen oder Personen ergeben manchmal aber wundervolle Situationen.

 

Sommer:

Großartig! Brauche ich! Sonne, Wärme, lange Tage, laue Lüfte, grüne Natur, schwimmen, usw. Lässt mich aber auch die anderen Jahreszeiten schätzen.

 

Getrocknet:

Tomaten, in diesem Zustand, als Antipasti - hhhmmmmm - passt zum vorherigen Stichwort. :-)

 

Glücklich:

Ein erstrebenswerter Zustand! Wir sollten uns öfter ebenso schätzen! Geht im Alltagstrott nicht immer.

 

Giftig:

Ist jeder hin und wieder mal. Tut manchmal gut.

 

Kaufen:

Bei manchen Dingen sollte man es bewusster tun, aber manchmal ist es einfach schön (Stichwort Bücher....)

 

Vergessen:

Ich könnte nun einfach behaupten, mein kluger Kommentar dazu wäre mir schlicht entfallen, aber das wäre gemogelt :-). Ich habe hierzu leider schlicht keinen interessanten Geistesblitz....

 

Warten:

Auf den ersten Blick eine zeitraubende Tätigkeit (Warten auf die Bahn, den Bus, das Christkind,....), manchmal aber auch richtig gut zum Beobachten, Nachdenken, Abschalten. Nicht gut, wenn man ungeduldig auf etwas wartet.

 

Möglicherweise:

Eine unpräzise Angabe einer Eintrittswahrscheinlichkeit.

 

 

Die 10 Wörter wurden ausgewählt von Seite 287 aus dem Roman "Das verlorene Dorf" von Stefanie Kasper

 

 

 

.....und nun noch: ein Shelfie der Autorin




Infos zu "Das Leuchten der Sterne in uns":

 

- als E-Book erhältlich über Amazon, Thalia, Neobooks, o. a.

- als gebundene Ausgabe erhältlich über den Buchhandel oder www.dasleuchtendersterneinuns.wordpress.com

- weitere Infos auch auf www.facebook.com/DasLeuchtenderSterneinuns

- Rezension zum Buch *hier*

 

 

                                                                                                                                            Interview publiziert am 08. Juli 2015





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