(Rezension) Martin Krist - Brandstifter

Edel Elements

www.edelelements.de

 

Erschienen im Februar 2017

ASIN B01NC12D50

Format: Ebook (über Amazon auch erhältlich als Taschenbuch für 11,99 Euro)

Preis: 6,99 Euro

Seiten: 412

 

 

 

In meiner nun schon ein paar Jahre währenden Zeit als Thriller-Liebhaberin habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Autoren gibt, mit deren Schreibstil ich absolut nicht warm werde und von deren Büchern ich nach dem ersten Versuch nie wieder etwas lese - und dass es Autoren gibt, bei denen ich überhaupt nicht wissen muss, worum es im nächsten Buch geht. Weil nämlich schon der Autorenname ein Garant für allerbeste Unterhaltung ist. Martin Krist ist einer dieser Autoren, denn er versteht es perfekt, den Leser an die Seiten zu fesseln mit seinen verschiedenen Erzählsträngen, kurzen Kapiteln, häufigen Szenenwechseln und Cliffhangern. Dieser Autor sorgt regelmäßig für viel zu wenig Schlaf, weil man nur eben noch das nächste Kapitel lesen will. Und das danach. Und dann noch eins. Und noch eins. Und noch eins....

 

So auch im aktuellen Thriller "Brandstifter": Fängt diese Geschichte auch für Herrn Krists Verhältnisse fast schon brav an (eine Leiche gibt es trotzdem), bekommt man schon gleich am Anfang ein Gefühl dafür, dass es auf diesen 412 Seiten noch hoch hergehen wird: Eine brutale Hinrichtung in allerbesten Kreisen, ein kleiner Alkoholiker mit Geldproblemen, eine Mutter, die um ihre Kinder kämpft. Aber wie passt das alles zusammen?

 

Schon bald erscheint auch ein (manchen altbekannter) Charakter auf der Bildfläche: David Gross, der ehemalige Polizist und heutige Privatdetektiv und "Problemlöser", der mit der Suche nach einem Wissenschaftler beauftragt ist, der allerdings mit der Suche nach seiner verschwundenen Ex-Frau und mit der Sorge um seinen Sohn eigentlich mehr als genug um die Ohren hat. Hier hätte ich mir zwischendurch ein paar mehr Randinformationen über David Gross gewünscht, denn er ist ein interessanter Protagonist, der in vorherigen Bänden schon ein sehr bewegtes Leben hatte. Man kann "Brandstifter" jedoch auch lesen, wenn man die vorangegangenen David Gross - Bände nicht kennt.

 

Martin Krist webt in diesem Thriller ein Netz, das zunächst aus einzelnen Teilen zu bestehen scheint, die nichts miteinander zu tun haben. Das mit seinen ständigen Perspektivwechseln den Leser fordert und außer Atem bringt. Das Stück für Stück zusammengefügt wird, zum Ende hin immer enger wird - bis schlussendlich alles zusammenpasst. Alles? Nun ja, ein paar Fragen bleiben schon noch offen, was wiederum nach einer Fortsetzung über David Gross schreit.

 

Aber Vorsicht! Als Urlaubslektüre für zwischendurch sollte man "Brandstifter" auf gar keinen Fall einplanen! Nicht nur die verschiedenen Erzählperspektiven fordern die Aufmerksamkeit des Lesers, sondern auch die Tatsache, dass man bald schon bemerkt, dass die Geschichte sich in verschiedenen Zeitzonen bewegt. Hier ist Konzentration gefordert, was allerdings aufgrund des stetig steigenden Spannungslevels nicht schwer ist.

 

MEIN FAZIT lautet hier: Mal wieder ein Thriller-Highlight. Unbedingt lesenswert! 4,5/5 BÜCHEREULEN

 

 

 

 

 

 

 

 

0 Kommentare