(Rezension) Katie Jay Adams - Ein Sommer fürs Leben

Selfpublished

 

Erschienen im Juli 2017

ASIN: B0747Z238J

 

Format: EBook

Seiten: 228

Preis: 0,99 Euro

 

 

 

 

 

 

- "Du selbst zu sein, in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft." -

                              (Ralph Waldo Emerson)

 

 

Mit ihrem Debütroman "Sommer ins Glück" liess die Autorin Katie Jay Adams uns letztes Jahr wissen, dass wir in Zukunft mit ihr rechnen müssten. - Dieses Jahr hat sie mit "Ein Sommer fürs Leben" nachgelegt und zumindest bei mir ihre Position als eine der AutorenInnen, bei denen man gespannt auf eine Neuerscheinung wartet, gefestigt.

 

Mit oben stehendem Zitat, welches wohl in jede Zeitepoche und zu jedem Menschen passt, beginnt Katie ihren zweiten Roman und lässt damit schon eine leise Ahnung aufkommen, in welche Richtung diese Geschichte steuern wird.

Wenn man das Cover von "Ein Sommer fürs Leben" betrachtet, könnte man meinen, dass es sich hier um eine kunterbunte, lustig-leichte Chick Lit-Geschichte handelt. Doch genauso wie bei ihrem Erstling zeigt uns die Autorin bereits nach den ersten Seiten, dass sie viel tiefer zu gehen vermag ....und dem Leser trotzdem eine unbeschwerte Leichtigkeit für die Zeit der Lektüre mit auf den Weg gibt.

Angesiedelt im sonnigen Kalifornien, in den Weinbergen des Napa Valley und in der Großstadt San Francisco bekommen wir eine spannende Geschichte über Verlust, Familienbande, Existenzangst, Geheimnisse, Zusammenhalt und natürlich über die Macht der Liebe präsentiert:

 

Emilys Leben liegt in Scherben, denn das glamouröse Auftreten in New Yorks besten Kreisen ist vorbei, seit ihr Mann in Untersuchungshaft sitzt und sie von der High Society gemieden wird. Kleinlaut bleibt ihr nichts anderes übrig, als zurück nach Hause zu kehren. Zurück in das heruntergekommene Häuschen im Napa Valley, zu ihrem hypochondrischen Vater, der nicht mehr lebt sondern nur noch existiert, und zu ihrer jüngeren Schwester Kim, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und trotzdem der Sonnenschein der Geschichte ist, da sie immer nur das Positive im Leben sieht.

Emily ist pleite, sämtliche Bank- und Kreditkarten sind gesperrt - also bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich schnellstmöglich einen Job zu suchen.

 

Den findet sie dank ihrer Qualifikationen recht schnell, allerdings hat die Sache einen riesengroßen Haken: Um sich zu beweisen wird von ihr zunächst verlangt, sich bei der Konkurrenz einzuschleusen und zu schnüffeln. Dumm nur, dass das Konkurrenzunternehmen, ein Weingut namens Black Dragonfly, ausgerechnet Emilys altem Schulfreund Chris gehört, der anfangs der Unsympath der Geschichte ist: Mürrisch, verschlossen, unverschämt.

 

Dieser Roman ist schlecht einem Genre zuzuordnen, denn als Chick Lit oder Liebesroman würde ich ihn nicht sehen, dazu hat er zu viele Komponenten. Die Existenzängste der Protagonisten sind es, die diese Geschichte ausmachen, das Hinfallen und immer wieder Aufstehen, obwohl man bereits mit dem Rücken vor der Wand steht. Mehr als einmal habe ich Katies Charaktere bewundert, wenn sie in noch so ausweglosen Situationen abwägen und niemals aufgeben und jedesmal habe ich mich gefragt, ob ich genauso stark wäre?

 

Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen und jeder trägt es auf seine Weise. Man beginnt, die Protagonisten zu verstehen, auch wenn man sie vielleicht nicht mag oder wenn man selbst ganz anders an die Sache herangegangen wäre.

 

Trotz aller Probleme schafft die Autorin es dennoch, in der Geschichte und zwischen den Zeilen die Leichtigkeit des Sommers, die Unbeschwertheit eines Strandtages und die wärmenden Strahlen der Sonne zu transportieren. Man fängt an zu lesen....und bleibt dran und wird kurzfristig mit allen Sinnen ins sonnige Kalifornien versetzt. Das ist es, was ein gutes Buch für mich ausmacht: Mich zu packen und zu einem Kurzurlaub einzuladen. Daher lautet MEIN FAZIT hier: 5/5 BÜCHEREULEN.

 

 

 

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