Buchtipps zum "Tag der Geschwister"

Am gestrigen Sonntag, den 10. April war Weltgeschwistertag. Tja, so wie es einen Tag des Einhorns (Wer braucht sowas?), einen Tag der Currywurst (Wer braucht sowas?) und einen Welthundetag (Sollte internationaler Feiertag werden!) gibt, gibt es auch einen Tag der Geschwister. Dieser wurde 1998 von Claudia A. Evart ins Leben gerufen, die dadurch ihren bei einem Unfall verstorbenen Geschwistern Alan und Lisette gedenken wollte.

Der Aufbau Verlag führt zu diesem Anlass vom 10.04.2016 - 15.05.2016 eine Themenwoche durch und versorgt Euch unter dem Hashtag #geschwisterwoche auf den bekannten sozialen Netzwerken mit Buchtipps zum Thema "GESCHWISTER".

Wir Blogger wurden dazu aufgerufen, uns dem Aufbau Verlag anzuschließen und ebenfalls ein paar Buchtipps zu veröffentlichen. Und das mache ich natürlich sehr gerne.
Ich habe mich mal zwischen meinen Büchern umgesehen und so einige Geschwister gefunden:
- Geschwister, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel
- Geschwister, die sich hassen wie die Pest
- Geschwister, die sich meiden wie eine ansteckende Krankheit
- Geschwister, die neidisch aufeinander sind
- Geschwister, die zu Mördern werden
- Geschwister, die sich gar nicht kennen
- Geschwister, die sich lieber nicht kennen würden
- Geschwister, die sich ein wenig zu sehr lieben
- Geschwister, die alles besser wissen
.....

 

Es gibt lustige und traurige Bücher über Geschwister. Spannende, dramatische und schockierende. Nachdenklich stimmende und grausame. - Geschwister sind ein schier unerschöpfliches und vor allem sehr komplexes Thema, zu dem ich für Euch ein paar ganz unterschiedliche Tipps habe. Durchs Klicken auf den Buchtitel werdet Ihr zu meiner kompletten Rezension geleitet.

 

In "Sommer mit Emma" von dem Autorinnenduo Borger und Straub, erschienen im Diogenes Verlag, machen wir zusammen mit den jugendlichen Geschwistern Lea und Jasper und deren Halbschwester Emma Hausbooturlaub in England. Eine/r erweist sich hier zusehends als intrigant, berechnend und falsch, wodurch der Urlaub auf ein dramatisches Ende zusteuert.

In "Das verlorene Dorf" von Stefanie Kasper, erschienen im Goldmann Verlag, geht es nicht mit rechten Dingen zu. Dieser historische Roman spielt in einem kleinen abgelegenen Dorf im Ostallgäu und jagt dem Leser Schauer über den Rücken. Hier ist nichts so wie es scheint und die Bewohner benehmen sich höchst merkwürdig. Und die Geschwister? Lest selbst.....

In "Hirngespenster" von Ivonne Keller, erschienen im Knaur Verlag, wird vom ersten Satz an mit dem Leser ein Katz und Maus Spiel gespielt. Wir lernen Silvie kennen, die einst so lebensfroh war und nun in ihrem Körper gefangen zu sein scheint, wir rätseln über das Verschwinden ihrer Schwester Anna, die ihr Leben nur mit Tabletten erträgt und schwer depressiv ist und wir sind wie vor den Kopf gestossen, als sich am Ende des Romans schließlich alles auflöst.

In der Sternschnuppen-Reihe von Katrin Koppold, erschienen im Rowohlt Verlag, geht es um die vier Schwestern Helga, Fee, Lilly und Mia. Jeder der Schwestern ist ein Teil der Reihe gewidmet, was ich persönlich sehr mochte. In "Aussicht auf Sternschnuppen" begleiten wir die superkorrekte und seriöse Helga auf geheimer Mission nach Italien und amüsieren uns über den pöbelnden Schauspieler, den sie dabei gezwungenermaßen im Schlepptau hat. In "Zeit für Eisblumen" lernen wir eine überforderte Fee kennen, die sich in Irland eine Auszeit von ihrem Freund nimmt, um zu sich selbst zu finden. ...und um diesen gutaussehenden Straßenmusiker zu finden, mit dem sie einst einen leidenschaftlichen One Night Stand hatte. In "Sehnsucht nach Zimtsternen" sehen wir Lilly dabei zu, wie Ihr Leben unaufhaltsam den Bach hinuntergeht und sie zunächst hilf- und tatenlos danebensteht. In "Hoffnung auf Kirschblüten" verbringen wir viel Zeit mit einer mürrischen, griesgrämigen und in Selbstmitleid badenden Mia in Paris. Mit einer Mia, die erst noch lernen muss, sich über Kleinigkeiten zu freuen und die Schönheit Paris' zu erkennen.

In "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler, erschienen im Piper Verlag, haben wir es mit einem seit Jahren spurlos verschwundenen Bruder zu tun. Und mit seiner Schwester, die als Nachlassverwalterin plötzlich eine heiße Spur zu ihm serviert bekommt. In einem äußerst delikaten Fall, der es dem Leser schwer macht, das Buch wieder aus der Hand zu legen. "Das Verstummen der Krähe" ist übrigens der Auftakt einer Reihe um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo.

In "Die Lewins" von Gita Lehr, erschienen im Eichborn Verlag, haben wir verkorkste Geschwister vom Allerfeinsten: ein Bruder, der am liebsten unsichtbar wäre und seine Zwillingsschwester, die ein durchtriebenes Luder ist, mehr liebt, als gesetzlich erlaubt ist und auch sonst in Sachen "zwischenmenschliche Beziehungen" sehr flexibel ist, eine kleine Schwester, die beschlossen hat, mit dem Wachsen aufzuhören und stattdessen lieber mit Geistern redet und ein älterer Bruder, der nach einem Schicksalsschlag plötzlich stumm ist. Keine Familie, die man selber gerne hätte, über die zu lesen jedoch sehr unterhaltsam ist.

In "Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten" von Susanna Mewe, erschienen im Aufbau Verlag, geht es um vier Schwestern, die sich am liebsten um Probleme kümmern, die sie nichts angehen, Ratschläge geben, wo keine erwünscht sind, helfen wollen, wo keine Hilfe nötig ist, und auch sonst ihr Leben nicht so richtig auf die Reihe bekommen. Die sich aber trotzdem grundsätzlich im Recht sehen und alles besser wissen.....

 

 

...und für die Schwestern unter Euch hat der Aufbau Verlag noch ein besonderes Schmankerl. Schaut mal hier:  http://www.aufbau-verlag.de/ecards

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