(Rezension) Katie Jay Adams - Sommer ins Glück

 

SOMMER INS GLÜCK
von KATIE JAY ADAMS

Selfpublished (www.katiejayadams.de)
Erschienen im Juni 2016
ASIN: B01GSHV10G
Format: eBook
Preis: 0,99 Euro
Seiten: 206



 

 

 

Dieser Debütroman hat mich schlicht und ergreifend völlig überrascht. Positiv überrascht wohlgemerkt! Das Cover an sich ist ja schon ein Hingucker, der Titel hingegen eher nichtssagend. Denn "Sommer ins Glück" könnte alles und nichts sein und wirkt im ersten Moment wie schon tausendmal da gewesen. Das hingegen wirklich sehr ansprechende Cover schreit nach quietschvergnügter, urkomischer und extrem romantischer Chick Lit - doch in beiden Fällen wird der Leser eines Besseren belehrt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig und mitreißend und man mag es kaum glauben, dass dies ihr erster Roman ist. Denn sie schafft es, den Leser sofort in die Geschichte zu versetzen - in diesem Fall ins sonnige San Diego - und plaudert mit einer Leichtigkeit drauflos, dass man meint, mit einer guten Freundin beim Kaffeeklatsch zu sitzen.

 

Denn es geht gleich richtig los... mit einer Protagonistin, die der Leser von Anfang an einfach mögen muss, die es mit Arbeitslosigkeit, einer verzweifelten Mutter, einem abgehauenen Vater und einem autistischen Bruder nicht einfach hat: Annies Leben ist das reinste Chaos, denn in ihrem Ausbildungsberuf in der Finanzbuchhaltung findet sie keine Stelle und in ihrem Kellnerinnenjob ist sie gerade herausgeflogen. Zudem soll ihr Elternhaus, in dem ihre Mutter mit dem pflegebedürftigen Bruder wohnt, zwangsversteigert werden - wenn nicht irgendwo ganz schnell knappe 50.000 Dollar aufgetrieben werden, über die natürlich weder Annie noch ihre Mutter verfügen.

In diesem verzweifelten Zustand trifft sie auf Jona, der zwar gut situiert und beruflich sehr erfolgreich, jedoch intovertiert und alles andere als lebensfroh ist. Auch bei Jona prallen einige Probleme aufeinander: Der Tod der Mutter, an dem er sich die Schuld gibt, ein Patriarch als Vater und ein sehr spezieller Bruder. Noch dazu die ungewisse Zukunft in der Firma des Vaters.

 

Annie und Jona treffen immer wieder aufeinander und schließen irgendwann einen Deal. Einen Deal, von dem beide profitieren und bei dem alle anderen getäuscht werden sollen. Bei dem sich Annie und Jona selbst allerdings am meisten täuschen....

 

Es sind jedoch die leisen Töne, die dieses Buch ausmachen. Das Miteinander der Protagonisten, das umeinander Kümmern und Sorgen - aber auch das gegeneinander Aufwiegeln und Intrigieren. Die Autorin hat hier so viele unterschiedliche Charaktere zusammengebracht, dass es eine Freude war, "Sommer ins Glück" zu lesen. Langweilig wurde es bei dieser Lektüre auf keiner Seite und die Kulisse des sonnigen San Diegos hat noch eine gehörige Portion "Summerfeeling" hinzugefügt.

 

Nicht ganz rund fand ich das Ende der Geschichte, das meiner Meinung nach einfach zu schnell kam. Hier hätten mir ein paar Seiten und Erklärungen mehr viel besser gefallen. Trotzdem spreche ich für "Sommer ins Glück" eine Leseempfehlung aus, denn MEIN FAZIT lautet hier: 4/5 BÜCHEREULEN.

 

 

 

 

 

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